Zum Schutz vor Blut saugenden Parasiten wird in erster Linie empfohlen, den Hund nicht in Zeckengebieten frei laufen zu lassen und ihn regelässig auf Zeckenbefall abzusuchen.

Diese Maßnahmen sind aber in der Regel nicht ausreichend. Deshalb empfehlen sich für eine weitere Vorsorge alle Wirkstoffe mit einer starken abschreckenden und abtötenden Wirkung auf die Parasiten. Der Kontakt mit den Stoffen hält Blut saugende Parasiten von den Tieren fern. Zecken, die sich bereits im Fell aufhalten, heften sich nicht an und werden zur sofortigen Flucht veranlasst oder aber sterben bei der ersten Blutaufnahme ab.

Am besten befragen Sie zu den verschiedenen Produkten, die es gegen Zecken gibt, ihren Tierarzt, der Ihnen fachkundigen Rat geben kann.

Weitere Informationen zu Zecken und zu den Krankheiten, die sie übertragen können, finden Sie unter anderem bei den Tierärztekammern.

Vorsicht bei ätherischen Ölen auf Pflanzenbasis wie z.B. Teebaumöl oder Neemöl!

Bei Katzen können diese Öle durch orale Aufnahme (z.B. beim Putzen/Schlecken) toxisch (giftig) sein und sogar zum Tod des Tieres führen.

Bei Hunden können sie allergische Reaktionen hervorrufen.

Babesiose "Hundemalaria"

Es wurde festgestellt, dass sich die durch Zecken übertragene Hundemalaria
"Babesiose" immer weiter in Deutschland ausbreitet. Inzwischen sind mehr als
2200 Fälle in Deutschland bekannt geworden.

Die Babesiose wird in Deutschland durch die Auwaldzecke übertragen. Sie ist
eine Malariaähnliche Infektionskrankheit. Ihre Erreger sind Blutparasiten
und zerstören die roten Blutkörperchen. Gelbsucht und Anämie sind die Folge.
Unbehandelt verläuft sie in der Regel tödlich.

Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) überträgt die Erreger der
Babesiose auch auf ihre Brut. Das heißt, alle 3000 bis 5000 Eier einer
infizierten Auwaldzecke sind auch mit den Erregern der Babesiose infiziert.
Somit ist die rapide Ausbreitung über mehr und mehr Regionen in ganz
Deutschland vorhersehbar.
Vergleichbar ist die Babesiose mit der menschlichen Malaria, wobei aber der
Überträger dieser Krankheit ein anderer ist als bei den Hunden. Deshalb wird
diese Krankheit auch "Hundemalaria" genannt. In beiden Fällen werden die
roten Blutkörperchen von Parasiten befallen und zerstört. Die Symptome der
Hundemalaria sind Gelbsucht, Blutarmut und hohes Fieber. Werden die Hunde
nicht dagegen behandelt, besteht für sie Lebensgefahr.

Deshalb ist das Vorbeugen mit Spot on-Präparaten oder auch alternativ
Halsbänder mit abschreckender Wirkung sehr wichtig. Die Spot on-Präparate
mit Zweifachwirkung verfügen sowohl über eine abtötende als auch über eine
abschreckende Wirkung, den sogenannten Repellenteffekt. Es können so
Zeckenbisse verhindert werden.  Schützen sie mit diesen Präparaten ihren
Hund unbedingt vor Zeckenbissen, vor allem wenn sie ihr Tier mit in den
Urlaub in südliche Länder nehmen.

Aktualisiert (Dienstag, den 30. März 2010 um 18:31 Uhr)